Bergkirche Klaus

KLAUS. Vor 50 Jahren fand in der Bergkirche Klaus das erste Konzert mit dem Titel „Eine musikalische Weihestunde“ statt. Zum Jubiläum konnten die Organisatoren Heinz Preis und Bürgermeister Rudolf Mayr die junge Pianistin Olga Pashchenko engagieren.

Auf einem Hammerklavier aus der Sammlung von Schloss Krems- egg gestaltete die junge russische Pianistin einen Konzertabend, der selbst für verwöhnte Konzertbesucher ein besonderes Hörerlebnis war. Einleitend die Sonate Es-Dur, op. 7 von Ludwig van Beethoven, die als „ Grande Sonata“ in Beethovens Klavierwerken aufscheint. Ihre Interpretation war nicht nur technisch, sondern auch musikalisch von höchster Qualität. Aber sie steigerte sich. Nach der Pause die Sonate Es-Dur op. 81 a „Les Adieus“ war musikalisch nicht zu überbieten, dann gab es Zugaben: Beethoven – Rondo „Wut über den verlorenen Groschen“, und es war mehr als Wut, es war Frauenpower, die die Pianistin an Kraft und Virtuosität in den „Heiligen Raum“ schleuderte. Versöhnend der Abschluss „Bagatelle op. 33, F-Dur“, total verinnerlicht, sehr empfindsam interpretiert und einmal mehr der Beweis, dass hier eine Künstlerin heranwächst, deren Namen man sich merken sollte.

Mit Frauenpower geht es beim Musiksommer Klaus weiter. Am 22. 8. gastiert Carin van Heerden mit ihrem Ensemble in der Bergkirche, und am 1. September kommt der Frauenchor der Academy Singers unter der Leitung von Manfred Payrhuber nach Klaus. (lira)

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